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GV 09 Vereinsrückblick
Generalversammlung vom 21. März 09 in Solothurn – ein RückblickDie Zeit verwandelt uns nicht, sie entfaltet uns nur (Max Frisch)
Mit diesem Zitat habe ich vergangenen Spätsommer all die Menschen an unsere Jubiläums-Generalversammlung eingeladen, die in irgendeiner Form mitgeholfen haben, dass unsere Vereinigung heuer ihren 20. Geburtstag feiert. Einige sind dieser Einladung gefolgt und ich bin mir sicher, sie waren interessiert und gespannt zu erfahren, wie sich denn in dieser Zeit die EvhK „entfaltet“ hat. Auf dem Weg Richtung Hotel Krone in Solothurn, mag sich aber vielleicht der eine oder andere gefragt haben, ob ihm ein Blick zurück gut tun werde.
Auch ich war eher nachdenklich, bevor ich mich aufmachte, um meine vierte Generalversammlung zu leiten, die sich doch schon allein in ihrer Feierlichkeit von meinen anderen unterschied. Ob sich die „Ehemaligen“ heute wohlfühlen in unserer Runde, ob sie unsere Arbeit, unsere Veränderungen, unser Team schätzen würden? Das waren meine Fragen. Ich habe noch in guter Erinnerung, wie mir am Anfang meiner Amtszeit oft das Wort „Professionalität“ mit auf den Weg gegeben wurde. Es wurde erwähnt, wie wichtig dies in unserem Auftreten sei, wie hart erarbeitet in all den Jahren. In meinem Bauch krabbelten also schon ein paar Ameisen mehr als sonst.
Aus welcher Motivation auch immer jemand diese GV besuchte, jeder hatte wohl so seine Gedanken, als er durch den Eingang des Hotels schritt und sofort bereits optisch in eine „ehrwürdige“ Vergangenheit trat. Aus der Kälte, der so gar nicht frühlingshaft wehenden Bise, hinein in die Wärme der Solothurner Kontaktgruppe.
Der Tag begann mit herzlichen Worten von Regierungsrat Peter Gomm aus Solothurn und endete fulminant mit der unterhaltsamen, virtuosen Präsentation des „Solothurner Liedes“ von Mario Ursprung. Dazwischen: ein geschäftlicher Teil, an dem „alte“ und „junge“ Mitglieder in grosser Einigkeit ihre Stimmkarten hoben und senkten. Der Apèro, welcher „solothurnisch“ war, weil er uns von der Stadt und vom Regierungsrat offeriert wurde. Ein solothurnisches Mittagessen, das vom ersten Suppen- bis zum letzten Dessertlöffel, einfach himmlisch schmeckte und wo die Dekoration auf den Tischen eine wahre Augenweide war. Ein Vortrag, in dem Herr Prof. Dr. J.P. Pfammatter vom Inselspital Bern aufzeigte, was sich kardiologisch und menschlich in den letzten 20 Jahren getan hat, Glückwünsche überbrachte und wo anschliessend Andreas Leugger, der Gründungspräsident, den ganzen Saal berührte und alle für einen Moment in die Gründungszeit eintauchen liess. Das alles gemeinsam zu erleben, vom Blick in die Vergangenheit, zurück ins Jetzt und dem „symbolischen“ Anstoss in eine gute Zukunft der EvhK, war, so finde ich, ein eindrückliches Erlebnis. Ich glaube, wir hatten zum Schluss alle denselben Wunsch: möge es diese Vereinigung noch lange geben und möge sie vielen kommenden Eltern Unterstützung bieten. Ja, alle zusammen dürfen wir stolz sein auf das Erreichte und dazu gehört auch, ein Jubiläum würdig zu feiern.
Gerne hätte ich mit allen „Gästen“ geplaudert, aber leider hat auch mich beim Heimfahren der „wo-war-denn“-Effekt überfallen und ich wäre gerne nochmals umgekehrt, um die eine oder andere Hand zu drücken und ein paar Worte zu wechseln. Auch ist mir erst auf der Heimreise mit Schrecken bewusst geworden, dass erneut die Entstehung des Herzlagers Christine Brand in die Schuhe gestellt wird, obwohl sie da doch immer so heftig abwinkt. Nun, wer hats denn in Wahrheit „erfunden“? Antonia Baumgartner wars! Ihr verdanken wir, dass wir noch heute dieses tolle Lager anbieten können. Natürlich sind ihre Nachfolger, die die Idee weitergeführt haben, genauso erwähnenswert, aber Antonia hat den Startschuss gegeben, hatte die Idee und den Mut dazu. Dies soll nun für ein und allemal gelten!
Aber sonst kann ich mich an nichts erinnern, das wirklich schief gelaufen ist, jedoch an ganz viel Schönes, interessante Gespräche, viel Goodwill, herzliche Begegnungen und liebe Wünsche für die Zukunft.
Liebe Ehemalige, ich danke euch sehr, dass ihr nochmals zurück geschaut habt und mit uns gefeiert, es war wunderschön mit euch. Liebe Aktive, ich danke auch euch herzlich, dass ihr immer wieder an der GV teilnehmt und damit zeigt, dass euch unsere Vereinigung wichtig ist, ihr mitgestalten wollt und dafür sorgt, dass wir neue Geschichten schreiben können. Was wären wir vom Vorstand ohne euch! Liebe Solothurner Mitglieder, euch danke ich ganz besonders, weil ihr es möglich gemacht habt, dass wir einen so wunderschönen Tag erleben durften.
Wir halten also fest: die EvhK hat sich in den zwanzig Jahren wahrlich entfaltet. Die Gefühle aber, die uns alle begleiten, wenn unsere Kinder die Diagnose „herzkrank“ erhalten, sind immer noch dieselben. Und diese Gemeinsamkeit verbindet uns auch in den kommenden Jahren.
Ich freue mich heute schon auf unser grosses Fest im Sommer, bei hoffentlich Sonnenschein und Wärme, in bewusst anderer Atmosphäre, mit Familien und ihren Kindern, mit Tanzen, Singen und lautem Feiern. Das wird ein weiterer fulminanter Startschuss in eine lebendige Zukunft der EvhK!
Herzlich Monika Stulz 
Bilder von der Generalversammlung 2009
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